Die größten Fehler sind aus meiner Erfahrung heraus folgende:
Das Substrat wird zu trocken gehalten. Die Folge ist, dass die Tiere höckerig wachsen. Außerdem haben sie oftmals Probleme mit dem Absetzen der Harnsäure.
Das Klima im Terrarium ist insgesamt zu heiß. Die Tiere fühlen sich nicht wohl und liegen immer im Versteck. Es reicht eine Fläche als Sonnenplatz, die so groß ist, dass alle Tiere bequem Platz zum Sonnen haben und ihre Vorzugstemperatur von ca. 34°C erreichen können. Im Stahlungsbereich der Lampe sollten ca. 40°C erreicht werden.
Da die Tiere nur im Frühling und im Herbst im Innengehege gehalten werden sollen, wird oftmals das entsprechende Klima nicht hergestellt. Im Frühling sollte auch mal ein "Schlechtwettertag" simuliert werden, d.h. die Sonne scheint nicht - dafür regnet es mal ausgiebig. Dies sollte im Terrarium imitiert werden.
Die Tiere werden im Sommer nicht ins Freiland/Frühbeet gesetzt. Somit können sie die wichtigen UV-Strahlen der Sonne nicht "tanken". Bei lediglich vorübergehender - ca. 4 Wochen - Innenhaltung kann auf zusätzliche UV-Strahler im Terrarium verzichtet werden.
Die Nachtabsenkung der Temperatur wird nicht gemacht bzw. ist im Wohnbereich sehr schwierig herzustellen. Diese ist aber für die Gesundheit der Tiere sehr wichtig. Die angestrebte Temperatur sollte nachts nicht über 15°C liegen, aber auch 12°C nicht unterschreiten.
Die Tiere werden zu oft gefüttert und oftmals auch zu proteinreich.
Durch das warme Klima wird der Stoffwechsel immer hoch gehalten. Die Tiere wachsen zu schnell und es gibt sog. "Dampfaufzuchten", die innerhalb kurzer Zeit Todeskandidaten sind.
Dampfaufzucht
Dieses Bild zeigt eine Folie meines letzten Vortrags bei der Jahrestagung der DGHT-AG Schildkröten in Gera.
Sehr sehr wichtig für die Gesundheit eines Jungtieres ist ein vernünftiges Wachstum.
Weitere Infos hierzu gibt es auf der Seite "Haltungsfehler".
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Bei der Villa-Testudo gibt es deshalb bereits seit 1998 keine Tiere im Winter mehr zu kaufen, da sie Winterruhe halten - aber dafür natürlich Gutscheine.